BERLIN BRAUCHT EINEN PAKT FÜR FAIRES WOHNEN.

Wie können wir faires Wohnen für alle gestalten?

Faires Wohnen ist ein Grundbedürfnis. Doch in Berlin fehlen bis 2030 voraussichtlich 200.000 Wohnungen. Ein „Weiter so wie bisher“ kann daher nicht die Lösung sein. Im ausführlichen und engen Austausch mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft haben wir vier Handlungsfelder identifiziert, wie faires Wohnen für alle gelingen kann.

Berlin braucht mehr Neubau. Doch mehr Neubau braucht seine Zeit.

Und bis dahin brauchen wir schnell wirkende Strategien, die jetzt den Wohnungsmarkt für alle fair gestalten.

Wir sind im Juli 2019 mit unseren fünf Mieterversprechen vorangegangen. Damit nehmen wir unsere Verantwortung wahr, unseren Kunden faire Wohnverhältnisse zu bieten. Mit diesen Versprechen wollen wir unseren Mietern mehr Sicherheit geben und Lebensentwürfe planbar machen. Das ist ein großer Schritt für ein privates Wohnungsunternehmen:

  1. Nach Modernisierungen werden wir auf Antrag Mieterhöhungen nicht vornehmen, wenn und soweit dadurch die Jahresbruttowarmmiete für eine bedarfsgerechte Wohnung mehr als 30 Prozent des jährlichen Nettoeinkommens des Mieters und der im Haushalt lebenden Personen betragen würde.
  2. Bei zukünftigen Mieterhöhungen im gesetzlichen Rahmen werden wir die individuelle Einkommenssituation der jeweiligen Mieter berücksichtigen und Mieterhöhungen auf Antrag reduzieren oder sogar streichen, wenn und soweit dadurch die Jahresnettokaltmiete für eine bedarfsgerechte Wohnfläche mehr als 30 Prozent des jährlichen Haushaltsnettoeinkommens beträgt.

„Faires Wohnen ist besonders wichtig für soziales Wohnen.“

Jochen Arntz, Chefredakteur Berliner Zeitung
  1. Wir legen Wert auf eine ausgewogene Mischung in den Kiezen. Berlin soll eine bezahlbare Stadt für alle bleiben. Wir vermieten deshalb jede vierte Wohnung an Mieter mit Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein
  2. Zukünftig werden wir unser Engagement für soziale und gemeinnützige Projekte verstärken und jährlich mehrere Millionen Euro für wichtige soziale Projekte zur Verfügung stellen, die unserer Stadt zugutekommen.
  3. Wir glauben an Berlin und an die Zukunft dieser Stadt: Deshalb wären wir bereit, signifikant in den Neubau in Berlin zu investieren. Zur Entlastung des Berliner Wohnungsmarktes wird auch unser Projekt in Potsdam-Krampnitz mit mehr als 1.400 Wohnungen beitragen.

„Die Deutsche Wohnen ist der einzige private Vermieter, der solche Mieterversprechen anbietet. Ich bin gespannt, wie das in der Praxis gelebt wird.“

Daniel Buchholz (SPD), Sprecher Ausschuss Stadtentwicklung des Berliner Abgeordnetenhauses
  • 1.200 Wohnungen an WBS-Mieter

  • Das sind 37% der Neuvermietungen

  • Entlastung in 560 Härtefällen

Unsere Bilanz nach den ersten fünf Monaten:

Wir haben über 1.200 Wohnungen an Mieter vergeben, die einen Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein haben. Dies entspricht 37 Prozent der in diesem Zeitraum neu vermieteten Wohnungen. Damit unterstützen wir genau diejenigen, die in der angespannten Situation nur schwer eine Wohnung finden. In rund 560 Härtefällen* haben wir schon Mieter entlastet. Ein Beleg dafür, dass wir unsere Versprechen tatsächlich leben.

*Stand Ende November 2019

Individuell und bedarfsgerecht ist fairer

Wir halten individuelle Lösungen für Mieter besser als undifferenzierte: Die Berücksichtigung der individuellen Einkommenssituation ist fairer als Ungleiches gleich zu machen. So kommt die Förderung tatsächlich dort an, wo sie gebraucht wird. Zum Beispiel bei der alleinerziehenden Kassiererin, die ein geringes Einkommen hat, und nicht ebenfalls bei der gut verdienenden Beamtin in der gleichen Wohnungsgröße. Derlei Regulierungen schaffen zudem keinen neuen Wohnraum, der aber nachweislich am besten zu einem ausgewogeneren Wohnungsmarkt führt und somit für Interessenten aller Einkommensklassen fairere Chancen bedeutet.